AMPER - LICHTSPIELE

Wolznach (Bayern), Eldenheimer Str. 18

eröffnet: 1922 ?
geschlossen: in Betrieb
Sitzplätze: 200 (1924) - 250 (1940) - 450 (1958) - 500 (1983) - 180 (2013) - 153/100 (2016)
Architekt:
Betreiber: Familie Amper  seit mind. 1922

Familie Amper betreibt seit den 10er Jahren (laut Kinoadressbüchern seit 1922 - Anm. von allekinos.com) ein Lichtspielhaus im schönen Wolnzach der Hopfenregion Holledau im LK Pfaffenhofen. Das Kino wurde von Max Amper sen. und jun. immer auf der Höhe der Zeit gehalten, und bot im alten Saal moderne 4k Projektion und 7.1 Ton mit flimmerfreiem 3D Bild, eine herausragende Güte.
2014 entschloß sich Fam. Amper das Kino um einen weiteren Saal, an Stelle der gemütlichen Küche der Eltern, zu erweitern, mit einem Anbau an das alte Gebäude. Da gute Handwerker in Zeiten billigem Baugeldes Mangelware sind, verzögerte sich die Fertigstellung bis zum August 2016.
Der neue Saal wurde kürzlich eröffnet, und bietet ebenfalls 4k Technik und 7.1 Ton der Spitzenklasse, aber auch das gleiche flimmerfreie 3D System, was keine Kopfschmerzen erzeugt. Die Bilder sind, wie im anderen Saal, auch bei 3D durch die Brille sehr hell und farbig.
Die Bildwand mit vermindertem Reflexfaktor, eines neues Produkt eines bekannten britischen Herstellers, ermöglicht zusammen mit der gewählten Krümmung eine hotspotfreie 2D 4 K Projektion, was mit den in 99% aller Kinos installierten Silberwänden nicht geht.
„Silver Screen is extremely bad practice and to be avoided under any circumstances!” (SMPTE guidelines)
Ingesamt wurde hier ein sehr hoher Aufwand im Sinne des Gastes getrieben, auch weil Fam. Amper es für nötig hielt, die an Sich noch sehr guten und nicht verschlissenen Sitze des grünen Saales gegen die gleiche bequeme Type, wie sie für den neuen, roten Saal bestellt waren, auszutauschen. Für viele Betreiber nichts, was diese machen würden, da wird häufig auch für einen Neubausaal dieser Größe auf 30 Jahre alte Gebrauchtmöbel zurückgegriffen, die bestenfalls einer Basisreinigung unterzogen werden.
Max Amper sagte mir bei der Digitalisierung vor einigen Jahren: Wir machen das jetzt seit 100 Jahren, und da sind doch 45000 EUR kein Geld, das uns schrecken würde. Wir machen natürlich weiter. Also wann kann es losgehen?

       

         

   

Vielen Dank an Stefan Scholz für die Bilder und Informationen von 2016

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