ZELI

Zetel (Niedersachsen), Hauptstr. 7

eröffnet: 1923 (Friesische Wehde) -  (1958 (Neubau Zeli)
geschlossen: in Betrieb
Sitzplätze: 396 (1958)
Architekt:
Betreiber:
Richard & Martha Janßen
Reinhold & Martha Janßen
Rolf Janßen
Zeli - Zeteler Lichtspiele e.V
1923-1945
1947-1984
1984-2012
seit 2012
  


Schon vor 1948 gab es hier das „Lichtspielhaus Friesische Wehde“. Seit Anfang der 20er-Jahre betrieb das Ehepaar Richard und Martha Janßen das Kino in einem ehemaligen Tanzsaal. Es verfügte über eine feste Bestuhlung und fasste etwa 310 Zuschauer. Zwischen 1945 und 1946 wurde der Kinosaal von den kanadischen Besatzern als Kirche genutzt. Anschließend leiteten Martha Janßen und Sohn Reinhold das Unternehmen. Der Kinosaal des alten „Lichtspielhauses Friesische Wehde“ wurde 1958 abgerissen. An seiner Stelle errichtete Reinhold Janßen den Kinoneubau „Zeli-Theater“ mit 396 Plätzen und CinemaScope-Leinwand. Das „Zeli-Theater“ von Reinhold Janßen lief mit 396 Plätzen als Familienkino weiter. 1981 baute Reinhold Janßen sein „Zeli-Theater“ zum „Zeli-Service-Kino“ um. Hierzu errichtete er im Saal eine Theke, reduzierte die Sitzplatzanzahl auf etwa 140 Plätze und erwirkte eine Rauchergenehmigung. Etwa drei Jahre später übernahm sein Sohn Rolf die Leitung. Das „Zeli-Service-Kino“ wird bis heute von seinem Besitzer Rolf Janßen mit 140 Plätzen als Service-, Verzehr- und Raucherkino geleitet. Das Programm entspricht dem allgemeinen Mainstream, Filmkunst wird nicht gespielt. Um als Einzelbetreiber aktuelle Filme zeigen zu können, disponiert Janßen in Zusammenarbeit mit Familie Döring aus Jever.

Seit Mai 2012 wird das Kino durch den Verein "Zeli - Zeteler Lichtspiele e.V." betrieben. Der Verein führt monatlich 35mm-Filme in Sondervorstellungen vor. Der Erlös der Vereinsarbeit fließt dabei in die Instandsetzung und Erhaltung des Kinos, das für die Gemeinde Zetel ein wichtiges Kulturgut darstellt.

             

            
Bilder vom Mai 2017
Vielen Dank an  Christoph Kalinowsky für die Bilder


Saal 1984 - Vielen Dank an Stefan Bents für das Foto

Die Informationen zu den Kinos stammen aus der Diplomarbeit "Die Kinoentwicklung in der Region Oldenburg / Ostfriesland zwischen 1945 und 2004" von Stefan Bents. Hier finden Sie auch die genauen Angaben zu den  verwendeten Quellen.  Als Forschungsgrundlage dienten alte Filmtheater-Adressbücher, Zeitungsartikel der Stadtarchive und Interviews mit den (ehemaligen) Betreiberinnen und Betreibern.

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Datum der Erstellung/letztes Update: 04.03.2021