SCHAUBURG

Karlsruhe (Baden-Württemberg) , Marienstr. 16

eröffnet: 1913
geschlossen: in Betrieb
Sitzplätze: 600 (1930) - 1000 (1958) - 385+148+61 (2006)
Architekt: Richard Brannath & Fritz Scholer (Wiederaufbau 1948)
Betreiber:                                                                   1913-1919                      Kinoname: Eldorado
                                                                  1922                                Kinoname: Apollo  L2210
S. Mansbacher                                           1929-1933                      Kinoname: Schauburg
Margarete Möbel                                       1933-1934
Schauburg Lichtspiel GmbH Brannath&Co 1935-1952
Willi Mansbacher                                       1953-1968
Olympic, München                                     1968-1970
Georg Fricker                                            1971-2004
Herbert Born                                              seit 2005

1929 wurde die Schauburg in der Marienstr. 16 mit 600 Plätzen eröffnet. Das Kino wurde von Willy Mansbacher, Sohn des Welt-Kino-Besitzers Salomon Mansbacher, in den Räumen des Apollo-Theaters errichtet, in dem schon 1913 bis 1919 das Eldorado-Kinema war. Im Apollo-Theater wurden bereits ab 1906 Filme im Rahmen der Varieté-Shows gezeigt.
1944 wurde das Filmtheater zum Großteil zerstört, 1948 dann wieder aufgebaut. Die Pläne hatte Kinobetreiber Richard Brannath selbst entworfen. Durch den in Blau gehaltenen Kassenraum und die große Vorhalle gelangte man über die elliptische, freitragende Treppe in den 1000 Besucher fassenden Hallenbau. Die sehr geräumige Bühne konnte auch für anspruchsvolle Theateraufführungen verwendet werden.. Ihr vorgelagert  war ein versenkter Orchesterraum. Die Vorhalle konnte für Festlichkeiten benutzt werden und im Obergeschoß wurde ein Filmtheater-Tagescafé eingerichtet.

Die Karlsruher "Schauburg" gehört zu den wenigen Kinos, die noch über Todd-AO 70mm Grossfilmtechnik und eine gekrümmte "Cinerama"-Leinwand verfügen. Regelmässig finden hier 70mm-Festivals statt. Nachdem der langjährige Betreiber Georg Fricker, der das ehemalige Grosskino durch Abtrennung des Balkons und Anbau eines dritten Saales erweitere, das Kino zu einem der bedeutensten Programmkinos Deutschlands ausbaute, gab er 2005 altersbedingt die Leitung an Herbert Born ab. Fricker war allerdings bis zu seinem Tode 2008 noch Teilhaber des "Filmpalastes" am ZKM.

       

       

           
Kino 1

   
Kino 2

   
Kino 3
Fotos ca. 2004

Foyer 1949 (Bildquelle: Der Neue Film 11/49/Erich Bauer)

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