CINESTAR

Villingen - Schwenningen (Baden-Württemberg), Schützenstr. 2

eröffnet: 1920
geschlossen: in Betrieb
Sitzplätze: 350 (1940/1953) - 630/330 (1967) - 345/242/282/327/117/222/117 (2007)
Architekt:  Albert Bürger (Rößle 1955)
Betreiber: Jakob Grözinger                       1920-ca.1944                    Kinoname: Rößle-LS
zerstört/geschlossen                  ca.1944-1951
Jakob Grözinger                       Ende 1951-ca.1959          neuer Kinoname nach Krieg: Apollo, ab 1955 Apollo und Rößle-Lichtspiele
Helmut Stange                          ca.1959-15.05.1966
geschlossen                              1966-ca.2003
Cinestar                                    seit 12.09.2001                 neuer Kinoname: Cinestar

Schon 1920 eröffnete an diesem Standort im "Rößle" ein kleineres Filmtheater - geführt von der Familie Grözinger , die danach auch das größere "Capitol" betrieb - , welches nach zwischenzeitlicher Schließung nach dem Krieg als "Apollo" wiedereröffnete.

Nach dem Krieg spielte in der fast vollständig zerstörten Industriestadt nur noch ein Kino. Unter schwierigen Bedingungen wurden dann 1948 die "Orion-Lichtspiele" aufgebaut, ehe Georg Grötzinger dann Ende 1950 am alten Standort des Hotels "Rößle" das nun nach seinem anderen zerstörten Vorkriegskino "Apollo" genannte Lichtspieltheater eröffnete. Die Vorführmaschinen kamen aus Grötzingers "Capitol", dort wurden neue Geräte installiert. W5109

Am 9. September 1955 öffneten die „Rössle-Lichtspiele" in Schwenningen am Neckar zum ersten Mal für das Publikum ihre Pforten. Bis es jedoch soweit war, verging allerdings lange Zeit. Schon Anfang des Jahres hatten die Bauarbeiten, die unter Leitung des Rottweiler Architekten Albert Bürger von Schwenninger Firmen ausgeführt wurden, begonnen. Die Außenfront mit den zahlreichen Schaukästen und dem Schriftzug „Rössle-Theater" machet einen beherrschenden Eindruck, der nachts durch die Neonbeleuchtung noch verstärkt wurde. Der breite Eingang gewährte auch größeren Besuchermengen ungehinderten Einlass. Er öffnete den Weg zum Foyer, das ebenfalls unter modernen, künstlerischen und werbewirksamen Gesichtspunkten gestaltet wurde. In der hinteren Hälfte hatte Architekt Bürger die Parkettloge geschaffen und nach vorne die üblichen ersten und zweiten Plätze, während die ehemalige Galerie zu den Balkonlogen, die um den Saal führen, umgestaltet wurde.  Gleichzeitig wurde auch das in demselben Gebäude befindliche kleine Theater ebenfalls von Architekt Bürger neu gestaltet. Das große Theater verfügte über eine verstellbare Leinwand mit einer Gesamtbreite von 11,20 Meter. Auch das kleine Kino hatte Breitwand. Außer der CinemaScope-Einrichtung, die beide Häuser besaßen sollte das große Theater noch mit einer Magnetophon-Einrichtung versehen werden. Der Farbfilm „Der Pfarrer von Kirchfeld" im großen und  „Drei Münzen im Brunnen" im kleinen Theater gaben der Premiere festlichen Glanz. W5540 

Ende der 60er wich das Kino einem Einkaufskomplex.

Heute steht hier der Neubau des Freizeitcenters "Le Prom", der auch das "Cinestar" beinhaltet.

Vielen Dank an Robert Bernnat für das Bild und die Informationen.

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Datum der Erstellung/letztes Update: 03.12.2018