KERNER - LICHTSPIELE

Weinsberg (Baden-Württemberg), Bahnhofstr. 10

eröffnet: 1950
geschlossen: 1975
Sitzplätze: 385 (1950/1962) - 200 (1970)
Architekt: Christian Hildt (Gebäude) - Leisterer (Kinoeinbau 1949/1950)
Betreiber:
Friedrich Flach
Carl Fahrenkrug Gf. Friedr. Flach
Fritz Strasser
1950-1953
1954-1963
1964-1975
                                                                                         

Der württembergische Volksdichter Justinus Kerner gab nicht nur einer Rebsorte, sondern auch diesem 1950 gegründeten Kino in Weinsberg seinen Namen. Fast gleichzeitig fand die Wiedereröffnung des Justinus-Kerner-Hauses statt.
Das Hildtsche Haus in der Bahnhofstraße, das „Steingebäude, gehörte seit 1928 der Stadt und diente verschiedenen Zwecken. In den 20er Jahren beherbergte es das Gasthaus „Kernerhöhe“. Von 1927 bis 1941 war dort die Weinsberger Realschule, seit 1936 Oberschule, untergebracht. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde das Haus 1949 zum Kino ausgebaut. Architekt Leisterer schuf ein 400-Platz-Filmtheater, welches im Vorführraum mit zwei Bauer 6-Maschinen ausgesattet war.
In den 80er Jahren wurde es abgerissen und durch einen Betonklotz ersetzt, der die Architekten Hildt, welche das Gebäude einst errichteten,  mit Scham erfüllt hätte.

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